Der Geldmarkt und das Einlagengeschäft
Vermögensverwalter investieren in aller Regel nicht das gesamte Kundenvermögen in die klassischen Assets, sondern halten einen Teil (unter normalen Marktbedingungen etwa 5 bis 10 Prozent des Gesamtvermögens) in liquiden Mitteln bereit. Das hat mehrere Gründe. Zum einen kommt es durch die laufende Umschichtung von Vermögenswerten bei einem aktiv gemanagten Portfolio immer wieder dazu, dass zwischenzeitlich Gelder nicht gebunden sind, z.B. weil nach der Liquidierung einer größeren Position auf einen günstigen Einstiegszeitpunkt in einem anderen Markt gewartet wird. In diesem Fall dient der Geldmarkt dazu, die zwischenzeitlich nicht benötigte Liquidität möglichst gut verzinst unterzubringen und dennoch jederzeit verfügbar zu halten.
Zum anderen halten viele Vermögensverwalter auch bewusst liquide Mittel, um bei plötzlich auftretenden Marktchancen über die notwendige Liquidität zu deren Wahrnehmung zu verfügen. Am Geldmarkt stehen verschiedene Produkte zur Verfügung, in die Kundengelder investiert werden können.
Geringe Rendite bei niedrigem Risiko
Geldmarktpapiere zählen zu den bekanntesten Finanzinstrumenten des Geldmarktes. Sie werden z.B. von Staaten, Banken und Unternehmen emittiert. Die Bundesrepublik Deutschland emittiert so genannte „BuBills“. Dabei handelt es sich um unverzinsliche Schatzanweisungen mit Laufzeiten von 6 und 12 Monaten. „Unverzinslich“ bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Papiere ohne Kupon ausgegeben und zum Nennbetrag getilgt werden. Anleger erhalten die marktübliche Rendite durch den Kauf mit einem entsprechenden Abschlag zum Nennwert. Das US-amerikanische Pendant zu BuBills sind T-Bills.
Neben Emissionen staatlicher Marktteilnehmer sind am Geldmarkt auch Papiere von Industrieunternehmen zu finden. Diese decken durch „Commercial Papers“ kurzfristigen Liquiditätsbedarf. Die Titel werden zumeist von Unternehmen mit erstklassigem Rating begeben oder aber sind durch Forderungen besichert. Commercial Papers bieten eine höhere Rendite als staatliche Emissionen, sind aber auch mit einem höheren Ausfallrisiko verbunden.
Charakteristisch für den Geldmarkt sind zumeist geringe, aber sichere Renditen und ein überschaubares Risiko. Das Kursrisiko von Geldmarktpapieren ist gering, weil die Laufzeit kurz ist. Sie überschreitet per definitionem nicht 12 Monate. Bei längeren Laufzeiten werden Emissionen dem Anleihemarkt zugeordnet. Die Höhe des Zinsniveaus am Geldmarkt wird stark von der Zentralbank und deren geldpolitischer Ausrichtung beeinflusst. Deshalb müssen Anleger sich in Zeiten schwacher Konjunktur und niedriger Inflation zumeist mit sehr geringen Renditen zufrieden geben.
Als Dauerlösung ungeeignet
Der Geldmarkt ist als dauerhafte Anlagelösung fast immer ungeeignet. Er bietet zudem praktisch keinen Raum für Überrenditen, weil auch durch Umschichtungen keine größeren Gewinne erzielt werden können. Parkt ein Vermögensverwalter erhebliche Teile des ihm anvertrauten Kundenvermögens im Geldmarkt, sollte er dafür eine stringente Begründung liefern können.
Ansonsten sollte über den Entzug des Mandats nachgedacht werden - die Leistungen eines professionellen Verwalters und deren Kosten rechnen sich nicht, wenn dauerhaft nur im Geldmarkt investiert wird.
Die Alternative zum Geldmarkt ist das klassische Einlagengeschäft der Banken. Mit Tages- und Termingeldkonten können ähnliche Renditen erzielt werden wie direkt am Geldmarkt. Auch hier gilt, dass der Einsatz eines Vermögensverwalters nicht sinnvoll ist, wenn das Einlagengeschäft als Dauerlösung dient.
Zum anderen halten viele Vermögensverwalter auch bewusst liquide Mittel, um bei plötzlich auftretenden Marktchancen über die notwendige Liquidität zu deren Wahrnehmung zu verfügen. Am Geldmarkt stehen verschiedene Produkte zur Verfügung, in die Kundengelder investiert werden können.
Geringe Rendite bei niedrigem Risiko
Geldmarktpapiere zählen zu den bekanntesten Finanzinstrumenten des Geldmarktes. Sie werden z.B. von Staaten, Banken und Unternehmen emittiert. Die Bundesrepublik Deutschland emittiert so genannte „BuBills“. Dabei handelt es sich um unverzinsliche Schatzanweisungen mit Laufzeiten von 6 und 12 Monaten. „Unverzinslich“ bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Papiere ohne Kupon ausgegeben und zum Nennbetrag getilgt werden. Anleger erhalten die marktübliche Rendite durch den Kauf mit einem entsprechenden Abschlag zum Nennwert. Das US-amerikanische Pendant zu BuBills sind T-Bills.
Neben Emissionen staatlicher Marktteilnehmer sind am Geldmarkt auch Papiere von Industrieunternehmen zu finden. Diese decken durch „Commercial Papers“ kurzfristigen Liquiditätsbedarf. Die Titel werden zumeist von Unternehmen mit erstklassigem Rating begeben oder aber sind durch Forderungen besichert. Commercial Papers bieten eine höhere Rendite als staatliche Emissionen, sind aber auch mit einem höheren Ausfallrisiko verbunden.
Charakteristisch für den Geldmarkt sind zumeist geringe, aber sichere Renditen und ein überschaubares Risiko. Das Kursrisiko von Geldmarktpapieren ist gering, weil die Laufzeit kurz ist. Sie überschreitet per definitionem nicht 12 Monate. Bei längeren Laufzeiten werden Emissionen dem Anleihemarkt zugeordnet. Die Höhe des Zinsniveaus am Geldmarkt wird stark von der Zentralbank und deren geldpolitischer Ausrichtung beeinflusst. Deshalb müssen Anleger sich in Zeiten schwacher Konjunktur und niedriger Inflation zumeist mit sehr geringen Renditen zufrieden geben.
Als Dauerlösung ungeeignet
Der Geldmarkt ist als dauerhafte Anlagelösung fast immer ungeeignet. Er bietet zudem praktisch keinen Raum für Überrenditen, weil auch durch Umschichtungen keine größeren Gewinne erzielt werden können. Parkt ein Vermögensverwalter erhebliche Teile des ihm anvertrauten Kundenvermögens im Geldmarkt, sollte er dafür eine stringente Begründung liefern können.
Ansonsten sollte über den Entzug des Mandats nachgedacht werden - die Leistungen eines professionellen Verwalters und deren Kosten rechnen sich nicht, wenn dauerhaft nur im Geldmarkt investiert wird.
Die Alternative zum Geldmarkt ist das klassische Einlagengeschäft der Banken. Mit Tages- und Termingeldkonten können ähnliche Renditen erzielt werden wie direkt am Geldmarkt. Auch hier gilt, dass der Einsatz eines Vermögensverwalters nicht sinnvoll ist, wenn das Einlagengeschäft als Dauerlösung dient.
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