Geschlossene Fonds und Beteiligungen Neben den „öffentlichen“ Investments an den Aktien- und Rentenmärkten setzen Vermögensverwalter häufig auch auf geschlossene Fonds und Beteiligungen, die als Beimischung zum Portfolio dienen.

Geschlossene Fonds sind rechtlich betrachtet zumeist Unternehmen, an denen sich Anleger über eine Kommanditeinlage beteiligen können. Ähnlich wie bei einer Beteiligung als Aktionär ist das Risiko dabei auf den Einsatz beschränkt – eine weitergehende Haftung für Verbindlichkeiten de Gesellschaft besteht nicht.
Die Beteiligung an einem geschlossenen Fonds ist nicht so liquide wie die an einem Publikumsfonds, bei dem eine Rückgabe der Anteile jederzeit möglich ist. Ein geschlossener Fonds öffnet seine Bücher nur für einen bestimmten Zeitraum und ermöglicht in diesem den Einstieg.

Wurden die für das jeweilige Vorhaben benötigten Gelder eingesammelt, wird der Fonds geschlossen und eine Rücknahme der Anteile ist nicht mehr möglich. Zwar können auch Beteiligungen an geschlossenen Fonds mittlerweile gehandelt werden – der Vorgang ist jedoch sehr umständlich und gewährleistet zudem nicht, dass es bei Bedarf auch tatsächlich zu einer Transaktion kommt.


Investieren in jedes Vorhaben mit Rendite-Chancen

Mit geschlossenen Fonds kann in praktisch jeden Wirtschaftszweig investiert werden, da es sich um eine unternehmerische Beteiligung handelt. Vermögensverwalter investieren allerdings zumeist in die etablierten Branchen, in denen geschlossene Fonds mit Beteiligung von Privatanlegern sich bereits bewährt haben.

Neben geschlossenen Immobilienfonds genießen auch Schiffs- und Containerbeteiligungen sowie alle Fonds rund um erneuerbare Energien großes Ansehen. Bei geschlossenen Fonds steht häufig auch eine staatliche Förderung (z.B. durch Subventionen bei der Windenergie oder Steuervergünstigungen bei bestimmten Immobilien) im Vordergrund. Hier sollten Anleger allerdings mit Bedacht vorgehen: Auch bei Beteiligungen gilt, dass ein Investment nicht aus rein steuerlichen Gesichtspunkten getätigt werden sollte.

Das Chance-Risiko-Profil von geschlossenen Fonds ist so unterschiedlich wie die Geschäftstätigkeit der Initiativen selbst. Grundsätzlich müssen Anleger sich mit sehr viel weniger Transparenz zufrieden geben als bei börslich notierten Investments der Fall ist, weil die gesetzlichen Regelungen im Hinblick auf Offenlegungspflichten und Anlegerinformation weitaus weniger streng sind.

Da es sich bei einem geschlossenen Fonds um ein Unternehmen mit aktiver Geschäftstätigkeit handelt, ist die Leistung der Geschäftsführung von besonders großer Bedeutung für das Ergebnis der Anlage. Investoren sollten sich im Vorfeld einer Beteiligung umfassend über die Qualifikationen und die Erfahrungen des Managements informieren. Zudem sollte auch das Geschäftsmodell im Detail unter die Lupe genommen werden.


Attraktive Renditechancen und zusätzliche Diversifikation

Einer der größten Vorteile von Beteiligungen liegt im Diversifikationseffekt. Die Erträge eines geschlossenen Fonds entwickeln sich im besten Fall vollkommen unabhängig von den Kapitalmärkten. Bei einem Windpark ist dies z.B. der Fall: Auch in konjunkturell schwachen Phasen wird Strom produziert, der zu festen Preisen abgenommen wird.
Die jährliche Rendite geschlossener Fonds ist höchst unterschiedlich. Einige Beteiligungen streben eine jährliche Rendite von 4 bis 6 Prozent an, andere sehen 12 bis 16 Prozent als realistisches Ziel. Auch wenn bei Beteiligungen die Effizienz-Gesetze des Marktes u.a. wegen Informations-Asymmetrien nicht ganz so streng gelten wie bei börslichen Investments, geht mit einer höheren Renditeerwartung wie immer auch ein größeres Risiko einher.

Große Unterschiede in der Renditeerwartung zwischen Fonds mit ähnlichem oder identischem Geschäftsfeld (z.B. die bereits angesprochenen Windparks) erklären sich oft durch einen größeren Fremdkapitalanteil, der selbstredend mit einem größeren Insolvenzrisiko einhergeht.







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