Hedgefonds - beziehen Sonderstellung
Hedgefonds nehmen eine Sonderstellung in der Investmentlandschaft ein. Es handelt sich dabei um Fonds, denen mehr Möglichkeiten zur Verfügung stehen als klassischen Investmentfonds. Charakteristisch für Hedgefonds ist zum einen der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten sowie Leerverkäufen und zum anderen ein oft sehr hoher Fremdfinanzierungsgrad.
Hedgefonds sind im Zuge der Finanzkrise der Jahre 2007 bis 2009 in Verruf geraten. Ihnen wird eine Mitschuld an der Krise zugeschrieben. In der Kritik stehen insbesondere der hohe Verschuldungsgrad und die Spekulation auf fallende Kurse durch Leerverkäufe und Kreditausfallversicherungen (CDS).
In Deutschland sind Hedgefonds im klassischen Sinne nach wie vor nicht zum Vertrieb zugelassen, auch wenn im Jahr 2004 Lockerungen für Sondervermögen mit zusätzlichen Anlagerisiken beschlossen worden waren. Deutsche Anleger zeichnen Hedgefonds zumeist über Zertifikate, die sich auf ausländische Fonds beziehen.
Mehr Rendite bei weniger Risiko?
Der Reiz von Hedgefonds liegt in den vielfältigen Möglichkeiten, die die Fonds nutzen können. Der Einsatz von Derivaten, Leerverkäufen und Fremdkapital ist zwar auf der einen Seite mit besonderen Risiken verbunden, bietet andererseits jedoch auch außerordentlich attraktive Gewinnchancen. Darüber hinaus ermöglichen die vielfältigen Finanzinstrumente es Hedgefonds, unabhängig (im Sinne einer gering ausgeprägten Korrelation) von der Entwicklung an den Aktien- und Rentenmärkten eine attraktive Performance zu erzielen.
Diese Eigenschaft macht Hedgefonds zu einer attraktiven Beimischung zum Portfolio, die gleichermaßen das Risiko reduzieren und den Ertrag erhöhen kann. Vor der Finanzkrise wurde ein Anteil von bis zu 20 Prozent am Gesamtvermögen als Richtwert für aufgeschlossene Anleger gehandelt. Heute gilt ein Hedgefonds-Anteil von 10 Prozent (also von der Größenordnung her vergleichbar mit Edelmetallen) als realistisch. Viele Vermögensverwalter sehen die Beimischung von Hedgefonds-Zertifikaten als sehr effektives Instrument zur Portfoliodiversifikation an.
So vielfältig die Instrumente eines Hedgefonds sind, so mannigfaltig sind auch die strategischen Ansätze, die Fonds umsetzen. Die einschlägige Finanzliteratur unterteilt Hedgefonds in drei große Kategorien: Global Macro, Event-Driven und Arbitrage.
Global Macro Fonds spekulieren auf Kursveränderungen in den unterschiedlichsten Märkten. Aktien, Renten und Währungen werden genauso gehandelt wie Rohstoffe, Edelmetalle oder Zinsen. Global Macro Fonds spekulieren auf steigende Kurse ebenso wie auf fallende Notierungen.
In einem Hedgefonds kann praktisch alles sein
Die Performance dieser Fonds kann im Vorfeld eines Investments nicht abgeschätzt werden, weil sehr viel von den Fähigkeiten des Managements und der Marktentwicklung abhängt. In der Vergangenheit konnten einige Fonds jedes Jahr 20 bis 30 Prozent Rendite erzielen – andere hingegen mussten aufgrund eines zu hohen Verschuldungsgrads und Fehlspekulationen schließen.
Event-Driven Fonds versuchen, aus bestimmten Ereignissen Profi zu schlagen. Bei diesen Ereignissen kann es sich z.B. um die Übernahme eines Unternehmens, Fusionen oder Insolvenzen handeln. Auch das Wetten auf einen Staatsbankrott kann für einen Event-Driven-Hedgefonds zum Geschäftsfeld gehören.
Arbitrage-Fonds sind weniger spektakulär. Sie versuchen (oft minimale) Fehlbewertungen von Finanzinstrumenten auszunutzen und dadurch eine Rendite zu erzielen. Es handelt sich allerdings nicht um Arbitrage im klassischen Sinne, die als frei von Risiken gilt. Oft werden strukturierte Finanzprodukte gekauft und nachgebildet. Auch Spread-Arbitrage ist eine häufig angewandte Vorgehensweise. Dabei werden Anleihen von Emittenten bester Bonität leerverkauft. Mit dem Erlös des Leerverkaufs werden Anleihen von Emittenten etwas geringerer Bonität erworben. Die Zinsdifferenz wird dann vereinnahmt.
Anleger müssen sich bei Hedgefonds mit sehr wenig Transparenz begnügen. Viele Fonds legen nicht offen, welche Werte sie im Portfolio halten, welche besonderen Risiken bestehen und wie gut die Eigenkapitalausstattung ist. Hedgefonds haben ihren Sitz oft in Ländern mit einer wenig strengen Regulierung, wie z.B. den Cayman Islands.
Hedgefonds sind im Zuge der Finanzkrise der Jahre 2007 bis 2009 in Verruf geraten. Ihnen wird eine Mitschuld an der Krise zugeschrieben. In der Kritik stehen insbesondere der hohe Verschuldungsgrad und die Spekulation auf fallende Kurse durch Leerverkäufe und Kreditausfallversicherungen (CDS).
In Deutschland sind Hedgefonds im klassischen Sinne nach wie vor nicht zum Vertrieb zugelassen, auch wenn im Jahr 2004 Lockerungen für Sondervermögen mit zusätzlichen Anlagerisiken beschlossen worden waren. Deutsche Anleger zeichnen Hedgefonds zumeist über Zertifikate, die sich auf ausländische Fonds beziehen.
Mehr Rendite bei weniger Risiko?
Der Reiz von Hedgefonds liegt in den vielfältigen Möglichkeiten, die die Fonds nutzen können. Der Einsatz von Derivaten, Leerverkäufen und Fremdkapital ist zwar auf der einen Seite mit besonderen Risiken verbunden, bietet andererseits jedoch auch außerordentlich attraktive Gewinnchancen. Darüber hinaus ermöglichen die vielfältigen Finanzinstrumente es Hedgefonds, unabhängig (im Sinne einer gering ausgeprägten Korrelation) von der Entwicklung an den Aktien- und Rentenmärkten eine attraktive Performance zu erzielen.
Diese Eigenschaft macht Hedgefonds zu einer attraktiven Beimischung zum Portfolio, die gleichermaßen das Risiko reduzieren und den Ertrag erhöhen kann. Vor der Finanzkrise wurde ein Anteil von bis zu 20 Prozent am Gesamtvermögen als Richtwert für aufgeschlossene Anleger gehandelt. Heute gilt ein Hedgefonds-Anteil von 10 Prozent (also von der Größenordnung her vergleichbar mit Edelmetallen) als realistisch. Viele Vermögensverwalter sehen die Beimischung von Hedgefonds-Zertifikaten als sehr effektives Instrument zur Portfoliodiversifikation an.
So vielfältig die Instrumente eines Hedgefonds sind, so mannigfaltig sind auch die strategischen Ansätze, die Fonds umsetzen. Die einschlägige Finanzliteratur unterteilt Hedgefonds in drei große Kategorien: Global Macro, Event-Driven und Arbitrage.
Global Macro Fonds spekulieren auf Kursveränderungen in den unterschiedlichsten Märkten. Aktien, Renten und Währungen werden genauso gehandelt wie Rohstoffe, Edelmetalle oder Zinsen. Global Macro Fonds spekulieren auf steigende Kurse ebenso wie auf fallende Notierungen.
In einem Hedgefonds kann praktisch alles sein
Die Performance dieser Fonds kann im Vorfeld eines Investments nicht abgeschätzt werden, weil sehr viel von den Fähigkeiten des Managements und der Marktentwicklung abhängt. In der Vergangenheit konnten einige Fonds jedes Jahr 20 bis 30 Prozent Rendite erzielen – andere hingegen mussten aufgrund eines zu hohen Verschuldungsgrads und Fehlspekulationen schließen.
Event-Driven Fonds versuchen, aus bestimmten Ereignissen Profi zu schlagen. Bei diesen Ereignissen kann es sich z.B. um die Übernahme eines Unternehmens, Fusionen oder Insolvenzen handeln. Auch das Wetten auf einen Staatsbankrott kann für einen Event-Driven-Hedgefonds zum Geschäftsfeld gehören.
Arbitrage-Fonds sind weniger spektakulär. Sie versuchen (oft minimale) Fehlbewertungen von Finanzinstrumenten auszunutzen und dadurch eine Rendite zu erzielen. Es handelt sich allerdings nicht um Arbitrage im klassischen Sinne, die als frei von Risiken gilt. Oft werden strukturierte Finanzprodukte gekauft und nachgebildet. Auch Spread-Arbitrage ist eine häufig angewandte Vorgehensweise. Dabei werden Anleihen von Emittenten bester Bonität leerverkauft. Mit dem Erlös des Leerverkaufs werden Anleihen von Emittenten etwas geringerer Bonität erworben. Die Zinsdifferenz wird dann vereinnahmt.
Anleger müssen sich bei Hedgefonds mit sehr wenig Transparenz begnügen. Viele Fonds legen nicht offen, welche Werte sie im Portfolio halten, welche besonderen Risiken bestehen und wie gut die Eigenkapitalausstattung ist. Hedgefonds haben ihren Sitz oft in Ländern mit einer wenig strengen Regulierung, wie z.B. den Cayman Islands.
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